Was ein CMS heute können muss!

Frank Lindert - 27.2.2019

Ein Content-Management-System (kurz CMS) muss heutzutage weit mehr können, als Content ohne Programmierkenntnisse darzustellen. Neben dem individuellen Erstellen von Workflows, dem personalisierten kommunizieren von Inhalten und Möglichkeiten der Analyse bieten sie auch viele Funktionen, die weniger bekannt, aber nicht weniger wichtig sind. Folgende 6 Punkte muss ein modernes CMS können:

1. Unterstützung im redaktionellen Prozess

Wo liegt nochmal das Bild zu dem Text? Und haben wir auch ein passendes Video dazu? Mehrere tausend Bilder und hunderte Videos und Texte, die man schon lange nicht mehr zählen kann, stellen Redakteure vor eine große Herausforderung bei der Verwaltung von Daten. Dabei ist es enorm wichtig diese zu strukturieren und für eine effiziente Nutzung bereitzustellen. Dateien in unterschiedlichen Datenbanken zu hosten ist nicht mehr zielführend und verursacht vereinzelte Datensilos. Das CMS von heute sollte deshalb die Möglichkeit bieten Dateien in einem externen Data-Asset-Management-System (DAM) abzulegen, welches in das CMS integriert ist. Vorteil dabei ist eine klar strukturierte und zentrale Medienverwaltung, um zeitaufwendige Systemwechsel zu vermeiden.

Eine weitere redaktionelle Kernanforderung an CMS sind Workflows wie etwa Freigabeprozesse mit einem Rechte- und Rollensystem. Gerade in großen Teams, die in verschiedenen Bereichen der Website arbeiten sind diese Funktionalitäten unverzichtbar, um Fehler zu vermeiden. Durch eine Webvorschau kann zusätzlich die Fehlerquote gesenkt und Zeit gespart werden, da das Live-Ergebnis noch vor Veröffentlichung angezeigt werden kann.

Eine der wichtigsten Anforderungen im Bereich Content Management heutzutage ist die Möglichkeit Inhalte untereinander verknüpfen zu können. Content-Recommendations helfen Websitebesuchern sich in gewünschte Themen tiefer einzufinden und bieten wertvollen Mehrwert. Praktischer Nebeneffekt bei richtiger Anwendung: Die Steigerung der Verweildauer auf der Website sowie die Verringerung der Absprungrate aufgrund des passgenauen Inhaltes. Denn wenn die User direkt bekommen wonach sie suchen, steigt auch die Zufriedenheit.

Zuletzt ist es ebenso wichtig den Content einfach publizieren zu können – im Idealfall per Knopfdruck sogar auf mehreren Seiten. Das hilft vor allem großen Konzernen mit mehreren landesspezifischen Seiten, Sprachen und vielleicht sogar Marken dabei, ihre Vielzahl an Seiten zu befüllen.

2. Mobile Darstellung

Die ansprechende Darstellung der Inhalte ist auch ein wichtiger Faktor im Content Management. Vor allem durch die Vielzahl an Touchpoints und Kanälen wird eine technisch einwandfreie Ausgabe des Contents immer relevanter. Responsive Design ist hier das Stichwort. Heutige CM-Systeme sollten die Inhalte entsprechend des ausgebenden Devices und dessen Bildschirmgröße ausspielen. Idealerweise wird dies auch schon in einer Vorschau dargestellt, so dass eventuelle Fehler noch vor der Publikation erkannt werden. Ein DAM sorgt wiederum dafür, Bilder im richtigen Format für die Nutzer verfügbar zu machen. Dabei können je nach User sogar unterschiedliche Bilder angezeigt werden, um die Inhalte noch personalisierter zu gestalten.

3. Personalisierter Content

Um die Conversion Rate zu erhöhen ist es enorm wichtig die Bedürfnisse der Websitebesucher zu kennen und zu stillen indem sie schnell zu ihrem Ziel geführt werden. Das individualisierte Ausspielen von Inhalten kann dabei sehr hilfreich sein. Doch für jede Zielgruppe eine extra Seite oder Landingpage zu erstellen ist viel zu viel Aufwand. Abhilfe sollte hier das CMS bieten, welches aufgrund definierter Faktoren – zum Beispiel Standort, Wetter oder demografische Daten – den vorhandenen Content verschiedenartig ausspielt. Ebenso können bereits getätigte Interaktionen durch ein Cookie getrackt werden und in diese dynamische Darstellung einfließen. Beispielsweise können so die vorher besuchten Seiten analysiert werden. Sind diese überwiegend in einem bestimmten Bereich angesiedelt, werden passende Beiträge dazu ausgespielt.

4. Social Media

Um auch abseits der Homepage die eigenen Inhalte gezielt an die Interessenten auszuspielen, nutzen Unternehmen Facebook, Linkedin, Twitter und Co. als Kommunikationsmittel. Um die Handhabung und Kommunikation der Inhalte auf allen Kanälen bewältigen zu können werden spezielle Tools angeboten, die diese Herausforderung erleichtern sollen. Diese sind aber oft vom CMS abgekoppelt, weshalb Redakteure zwischen mehreren Systemen hin- und herspringen müssen. Können die Social-Media-Kanäle jedoch in das CMS integriert werden, um das Profil zu pflegen und mit der Zielgruppe zu interagieren, entfällt die gesonderte „Erleichterung“. Auch die Verknüpfung mit anderen Funktionen wie Workflows oder der Zugriff auf das zentrale Digital Asset Management System (DAM) erleichtern die Arbeit im Social Media Bereich.

5. Usability

Wie beim Websitebesucher im Frontend kann auch beim Redakteur im Backend eine optimale Benutzerfreundlichkeit von großer Bedeutung sein. Ist das CMS schwer zu bedienen sind in der Regel meist auch die Redakteure nicht begeistert davon. Von der Erstellung, Verwaltung bis hin zu Veröffentlichung der Inhalte sollte folglich die Handhabung komfortabel und effizient sein. Drag&Drop-Funktionen, ein WYSIWYG-Editor oder auch eine Live-Edit-Funktion sind hier nur einige Beispiele.

6. Optimierungsmöglichkeiten & Analyse

Ob die durch das CMS ausgegebenen Inhalte auch die gewünschte Wirkung erzielen, kann nur durch eine systematische Analyse der Website festgestellt werden. Dabei sollten neben den bekannten KPIs wie Absprungrate, Sitzungsaufrufe oder durchschnittliche Sitzungsdauer, auch Daten wie der ROAS (Return on Advertising Spending) oder auch die Conversion Rate erfasst werden. Ermöglicht ein CMS solche umfassenden Auswertungen, ist es möglich die eigenen Inhalte weiter anzupassen und die Conversion Rate zu optimieren. Die Positionierung von CTA’s auf der Seite oder A/B-Testings bei laufenden Kampagnen müssen deshalb in einem modernen CMS problemlos möglich sein.

Der CMS-Markt ist enorm umfangreich und bietet Lösungen für den schmalen bis hin zum umfangreichen Bedarf an. Software wie etwa WordPress, Drupal, eZ Platform oder auch FirstSpirit sind nur einige Beispiele für modernes Content Management in unterschiedlichen Ausprägungen. Fest steht jedoch, dass je nach Bedarf das passende System gewählt werden muss. Unser FirstSpirit-Experte Dr. Frank Lindert hat sich vor allem mit den Vorteilen von FirstSpirit beschäftigt – mehr dazu im Video:

Sie wollen wissen, ob FirstSpirit oder ein anderes CM-System zu Ihnen passt? Ich freue mich auf Ihre Kommentare!

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Tags: Agile Business - CMS

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