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Was Beacons im E-Commerce bringen!

Seit Jahren sind wir gewohnt, dass unsere Spuren, die wir in der digitalen Welt hinterlassen ausgewertet werden. Wir wissen folglich, dass unsere Klickpfade, Suchanfragen und unser gesamtes Verhalten getrackt werden. Diesen Datenpool werten die jeweiligen Shop-Betreiber aus und verbessern dadurch ihr Angebot. Die Kunden geben im Rahmen der DSGVO ihr Einverständnis, dass diese Daten gespeichert und ausgewertet werden.

 

Kunden treten allerdings nicht nur über digitale Kanäle an Firmen heran, sondern besuchen auch Ladengeschäfte oder nutzen andere „Offline“-Kontaktpunkte. Die Aufgabe für den Einzelhandel besteht nun darin, ein allumfassendes Bild seiner Kunden zu erlangen. Dadurch ist der Anbieter in der Lage noch spezifischer auf die Kundenwünsche einzugehen. Dazu muss aber zunächst einmal erkannt werden, welche Daten offline überhaupt messbar sind und wie diese Daten nutzbar gemacht werden können.

 

Beacon-Technologie

 

Der Begriff „Beacon“ kommt ursprünglich aus der Schifffahrt und bedeutet soviel wie „Leuchtfeuer“ – stellen Sie sich also mehrere Leuchttürme vor. Diese haben einerseits klar definierte aber auch unterschiedliche Koordinaten und senden jeweils andere Leuchtsignale. Der Leuchtturmwärter und der Kapitän können dadurch herausfinden, wo sich Schiffe befinden. Beacons arbeiten genau nach diesem Prinzip: jeder Beacon sendet sein eigenes Signal. Auf Basis von BLE (Bluetooth Low Energy) also der Bluetooth Smart Technologie In den Endgeräten der Kunden werden nach Erkennung der Beacon-ID abgestimmte Aktionen durchgeführt, um eine durchgängige User Experience zu bieten sowie die digitale mit der analogen Welt zu verknüpfen.

 

Die Verbindung mit dem Einzelhandel

 

Shop-Betreiber können nicht nur Besucherströme analysieren, sondern auch direkte Kundenbeziehungen aufbauen. Voraussetzung hierbei ist jedoch, die Identifizierung des Kunden. Diese erfolgt in der Regel über eine Anmeldung in der APP oder bei Facebook. Im einfachsten Fall werden dem Kunden auf seinem Mobiltelefon sogenannte nearby-Aktionen angezeigt, die lokale Informationen wie individuelle Angebote oder passende Veranstaltungen übertragen. Weitere Interaktionen können auch durchgeführt werden, wie z.B. Instore-Navigation oder eine Erweiterung des Portfolios über Produkte, die weder in den Regalen, noch im Shop-Lager vorhanden sind. Viele weitere Kundeninteraktionen sind denkbar, wenn man sich diese drei grundlegenden Fragen stellt:

 

  • Was möchte ich mit meinen Kunden kommunizieren?
  • Wie können Kunden mit meinem Laden oder meiner Marke interagieren?
  • Kann ich auf weitere Kundendaten zugreifen?

 

Wenn die ersten beiden Fragen geklärt sind, ist der Grundstein für eine gute „Customer Experience“ im Laden gelegt. Daraus ergeben sich folgende Vorteile, die stationären Einzelhandel mit dem E-Commerce verknüpfen:

 

1. Cross- und Up-Selling Potentiale
2. Gesteigertes Kundenegagement
3. Indoor-Navigation in großen Märkten oder Shopping Malls

Dabei sind aber auch die anderen Touchpoints mal wieder außen vor und es wird nur der Offline-Laden bedient. Erst wenn die restlichen Kundendaten (wie z.B. die o.g. digitalen Datenspuren) mit den Offline-Daten zusammengeführt werden, entsteht eine allumfassende Customer Experience. Die Kunden sind inzwischen darauf vorbereitet, bzw. erwarten bereits eine durchgängige Kundenbetreuung von ihren Marken oder Geschäftspartnern – nicht zuletzt durch DSGVO-konforme Zustimmungen zur Nutzung aller Spuren.



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