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Geschäftsmodelle erfolgreich digitalisieren

Digitalisierung: Bauchlandung oder Höhenflug?

Geschäftsmodelle erfolgreich digitalisieren

Startups von heute haben es leicht: Digitale Geschäftsidee, Businessplan und los geht es. Hoch agil und ohne große Vorinvestitionen, alle Mitarbeiter ziehen an einem Strang, es gibt nur eine Richtung: vorwärts. Doch wie digitalisiert sich ein etabliertes Unternehmen? Eines, das auf eine Historie von Erfolgen zurückblickt aus einer Zeit, als es noch kein Internet gab? Eines, das im Laufe von Jahrzehnten intern wie extern effektive Strukturen und Prozesse entwickelt hat, um über klassischen Vertrieb stolze Umsätze zu erwirtschaften?

 

 

In unserer Projektwelt aus E-Commerce, Content Management, User Experience & Markenstrategie, CRM und ERP-Integration haben wir fast immer mit dieser Art von Unternehmen zu tun: Gesunde Mittelständer oder Konzerne, die sich durch die digitalen Ambitionen anderer am Markt bedroht sehen. Und immer erreicht uns die gleiche Frage:

 

 

„Wie schaffen wir es, unser bewährtes Geschäftsmodell von gestern für die digitale Welt von morgen fit zu machen?“

 

 

So viele Chancen auch in der Digitalisierung bestehen, so verbergen sich darin gerade in der Anfangsphase große Gefahren, denen sich Führungskräfte und Vorstände von vornherein bewusst sein müssen. Denn ein bestehendes Geschäftsmodell zu digitalisieren, bedeutet immer eine Veränderung von Bestehendem. Entweder direkt, indem man das alte Vorgehen durch ein neues ersetzt, oder indirekt, indem künftig zweierlei Geschäftsmodelle koexistieren und sich häufig kannibalisieren.

Das Management muss sich darüber bewusst sein, dass durch die Entscheidung zur Digitalisierung viel verändert, verbogen oder gar vernichtet wird: Bestehende Prozesse, die IT-Landschaft, vor allem aber Organisationsstrukturen und Funktionen im Unternehmen. Mitarbeiter auf allen Ebenen sehen sich von der Veränderung bedroht und werden sich nicht im Sinne des Unternehmens verhalten.

 

 

Daher ist es wichtig zu verstehen:

Digitalisierung bestehender Geschäftsmodelle ist Chefsache.

 

 

Sie werden überrascht sein, wie schnell Unruhe entstehen kann, wenn das Management nicht konsequent und geschlossen in einer Richtung zieht! Eine Bedrohung nicht nur für Ihr Unternehmen, sondern auch für Sie als Manager oder Vorstand.

 

Im Laufe der vergangenen 15 Jahre haben wir in unzähligen Projekten in B2B-/B2C-Handel, Industrie, Maschinenbau, Bankenwesen u.v.m. immer wieder gelernt, dass es auch dann noch zu Problemen im Digitalisierungsprojekt kommen kann, wenn das Management eigentlich schon dachte, es sei alles klar. Zielsetzungen wurden bewusst oder unbewusst fehlinterpretiert, Organisations- und Datensilos konsequent von der gemeinsamen Nutzung abgeschottet, persönliche Ziele vor die des Unternehmens gestellt. Wir haben auch gelernt, dass gerade in etablierten Unternehmen mit langer Erfolgshistorie Mitarbeiter das bewahren, was sie kennen, anstatt sich dafür zu begeistern, was sich aus einer Veränderung an Chancen ergeben könnte. Der Grund dafür klingt profan:

 

 

Es fehlt jedem Einzelnen im Unternehmen die persönliche Version zur Vision des Vorstands.

 

 

„Was bedeutet die Digitalisierung für mich im Unternehmen?“, „Was werde ich dann morgen arbeiten?“ und „Das ist doch alles viel zu kurz gedacht!“ sind typische Vorbehalte von Mitarbeitern. Mit Blick auf den gesamten Veränderungsprozess können wir heute folgende Risiken identifizieren, die die Digitale Transformation von Unternehmen massiv gefährden:

Die 8 Hauptrisiken bei der Digitalisierung in etablierten Unternehmen:

 

Offensichtliche Fehlerquellen:

 

Risiko 8: Fehler in der digitalen Umsetzung
Risiko 7: Analytische oder strategische Fehler in der Planung
Risiko 6: Mangelndes Know-How der Projektbeteiligten hinsichtlich Prozesse und IT
Risiko 5: Nicht ausreichende Entscheidungskompetenzen, Beurteilungsvermögen oder Priorisierungsvermögen im Projektteam

Unter der Oberfläche:

 

Risiko 4: Silodenken in IT und Organisationseinheiten
Risiko 3: Mangelndes Durchsetzungsvermögen im Change-Prozess seitens Projektmanagement
Risiko 2: Fehlender Mut / fester Wille bei allen Akteuren im Management
Risiko 1: Keine überzeugende digitale Vision im Vorstand / der Geschäftsleitung

Oft werden vom Management Projekte zur Digitalisierung aufgrund von Marktdruck kurzfristig aus dem Boden gestampft und auf eine schwierige Reise geschickt. Es beginnt mangels konkreter Zielsetzung eine Odyssee. Nach unserer Erfahrung kommt das Schiff oft nach ein bis zwei Jahren wieder zurück und berichtet von offensichtlichen massiven Problemen. Dass diese aber unter der Oberfläche ihren Ursprung haben und im Vorfeld hätten vermieden werden können, ist dann die am wenigsten schmerzhafte Erfahrung. Oft nimmt das ganze Unternehmen davon Schaden, motivierte Mitarbeiter verlassen das Schiff, bereits getätigte Investments erweisen sich als Sackgasse. Ein zweiter Anlauf kostet Kraft und insbesondere im Management Reputation.

 

Um diese Aspekte schon im Vorfeld zu erkennen und damit umzugehen, bietet ARITHNEA den sogenannten Lotsen-Check Kundenprozesse. Darin analysieren wir gemeinsam mit Ihnen, wo Sie heute stehen und welche Potentiale, aber auch Risiken es für Sie im Bereich der Digitalisierung gibt. Am Ende des Lotsen-Checks erhalten Sie von uns konkrete Handlungsempfehlungen, wie Sie souverän an Ihr Ziel einer digitalen Kundenerfahrung kommen können.



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