Blog

Content & Commerce - Verschmelzen von Marketing- und Vertriebslösungen

Content & Commerce

Verschmelzen von Marketing- und Vertriebslösungen

In Zeiten der Digitalisierung herrscht ein Überangebot an Auswahlmöglichkeiten und entsprechend sind die Anforderungen der Kunden an Websites und Online-Shops stark gestiegen. Um Kunden langfristig zu binden, bedarf es eines durchdachten Zusammenspiels von Webseite und Online-Shop, bei dem der Einkauf und die Marke selbst zum Erlebnis werden. Damit das Frontend von Commerce- und Business-Seite ein einheitliches Bild mit nahtlosen Schnittstellen bilden können, müssen auch im Backend die Systeme eng miteinander verknüpft sein.

 

Denn erfahrungsgemäß erwartet der moderne User auch online ein personalisiertes Einkaufserlebnis. Die richtigen Produktvorschläge, barrierefreie Nutzeroberflächen über alle Touchpoints und Kanäle hinweg und diverse Kommunikationsmöglichkeiten für Rückfragen sind nur einige Bestandteile, die eine gute Customer Experience ausmachen. Alles muss ineinandergreifen, um den Kunden bestmöglich abzuholen. Doch blickt man hinter die Nutzeroberfläche ist in vielen Unternehmen die Verzahnung von Content- und Shop-System noch wenig ausgereift.

 

Im Video spricht Christian Huschke über aktuelle und langjährige Trends im Content Management und gibt einen Zukunftsausblick:

Challenge: strikte Trennung von Produkt- und Content-Management

 

In der Regel gibt es zwei separate Systeme, die auch von verschiedenen Teams verwaltet werden. Redaktionelle Inhalte werden in einem Content-Management-System im Marketing betreut, während die E-Commerce-Plattform meist im Vertrieb gesteuert wird. Doch für eine nahtlose User Experience des Endkunden bedarf es einer engen Vernetzung der beiden Bereiche. Interdisziplinäres Teamwork zwischen Marketing und Vertrieb ist gefragt und muss auch systemseitig praktikabel sein. Denn aktueller und relevanter Content ist nicht nur für einen Online-Shop aus Sicht der Suchmaschinenoptimierung oder kontextueller Recommendations unabdingbar. Auch sind die Produkte umgekehrt Aushängeschild für die Marke und sollten effektiv mit den Inhalten auf der Website verschmolzen sein. So bekommt der Nutzer schnellstmöglich alle Informationen zu den Produkten und kann sein Einkaufserlebnis genießen.

 

Content-Commerce: Nahtlose User Experience, dank nahtloser System-Vernetzung

 

Um diese Wechselbeziehung maximal für den Unternehmenserfolg nutzbar zu machen, müssen Content-Management- und Shop-Systeme auch im Backend eng verwoben sein. Das Schlagwort Content-Commerce, das aus Content-Management und E-Commerce entstanden ist, fällt immer häufiger. Derzeit arbeiten viele Anbieter an erweiterten Lösungen, die die Arbeit im Backend erleichtern sollen. Shopsysteme bauen ihre redaktionellen Komponenten aus, während viele CM-Systeme hinsichtlich Marketingsuites und Shopfunktionen aufgebohrt werden. So hat beispielsweise Adobe die Marketing Cloud entwickelt und eZ mit eZ Commerce neue Standards geschaffen. Das kann neben redaktioneller, auch aus finanzieller Sicht langfristig von Vorteil sein.

 

Aus zwei mach eins?

 

Denn mittlerweile stellt sich die Frage: Braucht es wirklich noch zwei Systeme? Oder könnte man sich die doppelten Kosten für Wartung, Einkauf und Hosting vielleicht sogar sparen? Eine pauschale Antwort darauf wäre jedoch falsch. Für eine derartige Umstellung ist es notwendig, den Einzelfall zu betrachten und zielgerichtet auf die individuellen Anforderungen eines Unternehmens die Systeme darauf auszurichten. Was für die eine Firma perfekt funktionieren mag, kann für die andere völlig sinnlos sein und umgekehrt. Hier empfehle ich eine gezielte Analyse durch Spezialisten, die auch den langfristigen Erfolg im Blick haben.

 

Mobile First – immer noch voll im Trend

 

Zu guter Letzt möchte ich den langjährigen Trend „Mobile First“ ansprechen. Ja, das mag keine Neuheit mehr sein, wird aber trotzdem immer relevanter. Gerade wenn wir von der Verschmelzung von Content- und Commerce-Ebene sprechen. Denn wenn die Ausgabe auf den unterschiedlichen Endgeräten nicht stimmt, waren alle Mühen umsonst. Jeder Shop und jede Website müssen auch mobil absolut einwandfrei angezeigt werden, denn die Nutzerstatistiken zeigen, dass nach wie vor immer mehr Menschen über mobile Geräte im Web surfen und auch ihre online-Einkäufe darüber tätigen. Damit sichergestellt werden kann, dass die Webseiten immer optimal dargestellt werden, muss State of the Art eines modernen CMS sein, dem Redakteur schon im Bearbeitungsmodus die Ansicht des Contents auf verschiedenen Devices zu illustrieren. Eine aus meiner Sicht sinnvolle und zeitsparende Funktion, die auch in Zukunft jedes System haben muss – sei es ein CMS, ein Shop-System oder doch eine Mischung aus beidem.

 

Wenn Sie Unterstützung bei der Suche nach dem geeigneten System brauchen oder Ihr bisheriges PHP-System wieder fit machen wollen, kommen Sie gerne auf mich zu!

Sie finden mich auch auf der diesjährigen dmexco.

Treffen Sie uns auf der dmexco am 12. und 13. September in Köln!

 

1. WIR LOTSEN / Agency Lounge – Halle 6

2. WIR LOTSEN / e-Spirit – Stand A-31, Halle 8

3. WIR LOTSEN / SAP Customer Experience – Stand E-10, Halle 6

Zum Autor

Christian Huschke - Web Experience Management

Christian Huschke

ist Account Director im Bereich Web Experience Management (kurz WEM) bei ARITHNEA. Gemeinsam mit seinem Team verwirklicht er nahtlose Kundenerlebnisse und kanalübergreifende Lösungen mit PHP-Systemen, wie zum Beispiel eZ Systems.



Keine Kommentare

Hinterlassen Sie einen Kommentar

Ihre E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.