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Platzhirsch

Platzhirsch Google – alternativlos im World Wide Web

AltaVista, Fireball, Lycos und Yahoo. An die Vorgänger von Platzhirsch Google erinnert sich heute kaum noch jemand. Denn entweder sind diese Suchmaschinen längst „ausgestorben“ oder sie haben die oberen Ränge in der Nahrungskette abgeben müssen. Wer bleibt, ist Google – der unangefochtene Platzhirsch im Internet. Doch welche Auswirkungen hat die „Alleinherrschaft“ eigentlich auf die gesamte Internet-Landschaft?

 

Der Platzhirsch wird nicht müde, sein Revier zu markieren

 

Fragen Sie sich selbst: Wie viele Ihrer Kunden finden über Google zu Ihnen? Eben. Webseiten erhalten einen Großteil ihres Traffics über Google-Suchergebnisse. Die Abhängigkeit von der Suchmaschine ist groß und sie vergrößert ihren Einfluss zunehmend. So kommt es vor, dass Google mit neuen Entwicklungen immer wieder in fremden Revieren wildert. Die aktuellsten „Duftnoten“ von Google haben viele Websitebetreiber aufgeschreckt.

 

Google steuert den Traffic

 

Wie wir bereits berichtet haben, baut Google sein Angebot kontinuierlich aus und lenkt den entstehenden Traffic stärker auf sich. Das gelingt der Suchmaschine z. B. mit der neuen Bildersuche, den Answerboxen, dem Knowledge Graph, mit dem wachsenden Google Shopping und mehr. Interessanterweise sind die organischen Ergebnisse von Google längst nicht mehr das Erste, was ein User zu sehen bekommt, wenn er das Ranking im Browser sieht. Beispiel: Bei einer Google-Suche nach “Friseur München” spuckt das System – abhängig vom bisherigen Surf-Verhalten des Users – im sichtbaren Bereich (ohne Scrolling) zunächst zwei bis vier SEA-Anzeigen aus. Also Content, für den jemand gezahlt hat, damit er als erster Vorschlag zu einem bestimmten Suchbegriff auftaucht. Danach folgen lokale Suchergebnisse. Das Resultat: Organische Suchergebnisse erhalten immer weniger relevanten Traffic. Naja, mag sich mancher denken: Muss man eben da oben hin.

 

Google Suchmaschinenranking: The Winner takes it all.

 

Natürlich. Ausreichend Gratis-Traffic ist garantiert, wenn man es in die TOP 3 der Google-Nahrungskette schafft. Und wenn nicht? Spätestens nach einem Absturz im Ranking muss man sich Gedanken zu alternativem Traffic machen. Besser ist es freilich, sich gar nicht erst derart in Abhängigkeit von Google zu begeben. Machen Sie sich jedoch keine Illusionen: Bing und Yahoo sind oft keine Alternativen. Wer bei Google „abschmiert“, ist auch in anderen Suchmaschinen schnell unten durch.

 

Maßnahmenplan für den Worst-Case

 

Was passiert, wenn der Such-Traffic für ein bis drei Monate ausfällt? Für dieses Worst-Case-Szenario müssen Unternehmen Rücklagen bilden, mithilfe derer sie den fehlenden Traffic per SEA-Kampagnen auffangen können. Das sollten sie so lange tun, bis die Lage sich beruhigt und der SEO-Traffic sich erholt hat. Ein passender Deckungsbeitrag oder andere Ressourcen, wie z. B. Zeit, sind dabei Pflicht, um handlungsfähig zu bleiben.

 

Noch eine Idee: Prüfen Sie den Einsatz alternativer Suchsysteme

 

Wer sich nicht plötzlich in dieser Situation wiederfinden möchte, sollte sich frühzeitig mit alternativen Suchsystemen auseinandersetzen. Aktuell gibt es online mehr als 100.000 davon. Die wichtigsten im Überblick:

 

  • Baidu – führende Suchmaschine in China
  • Bing – zweitgrößte Suchmaschine aus den USA nach Google
  • Duck Duck Go – Alternative aus Deutschland, Fokus auf Datenschutz
  • Yandex – die marktführende Suchmaschine in Russland

 

ABER: Augen auf bei der System-Wahl!

 

Die Grafik zeigt, wie der Marktanteil anderer Suchmaschinen in Deutschland in den Jahren 2014, 2015 und 2016 aussah: nicht sehr berauschend.

Quelle: Statista

Neben den “größeren” Firmen aus den USA, Russland und China gibt es kleinere nationale Suchmaschinen. Sie heben sich meist über einen besonderen Nutzervorteil (Daten-, Umwelt- oder Kinderschutz) von den „Big Playern“ ab. In alternativen Suchmaschinen ist wegen des deutlich kleineren Wettbewerbs mit vergleichsweise geringeren Ausgaben für Anzeigen zu rechnen.

 

Außerdem: Alle verfügbaren Suchkanäle sinnvoll nutzen

 

Neben Google & Co. gibt es weitere Möglichkeiten, Traffic über Suchsysteme zu generieren. Dazu zählen Marktplätze, Social Media, Streaming-Dienste und andere Portale, wie:

 

  • Amazon – über die Suchmaschine für Produkte hatten wir berichtet
  • Facebook – das größte und beliebteste soziale Netzwerk der Welt
  • jameda.de – Suchsystem für Ärzte und medizinische Dienstleistungen
  • check24.de –Vergleichsportal für Strom- und Reiseanbieter sowie Finanzdienstleister
  • holidayinsider.com – Suchsystem für Ferienhäuser und Wohnungen
  • youtube.com – Streamingdienst und Suchsystem für Videos
  • LinkedIN/Xing – soziales Netzwerk für Geschäftsbeziehungen
  • Ladenzeile – Suchsystem mit vielen Onlineshops unter einem Dach
  • Idealo – Produktsuchsystem mit Preisvergleichsfunktionen

 

Wie man sieht, gibt es nicht DIE eine Alternative zum Such-Traffic, den Google liefert. Website-Betreiber oder Marketers müssen sich nach passenden “Ergänzungen” dazu umschauen, um die Abhängigkeit vom Platzhirsch gering zu halten.

 

Bei speziellen Zielgruppen können Alternativen ohnehin die bessere Wahl sein

 

Wer mit seiner Website regionale Zielgruppen ansprechen möchte, ist mit Google Local oder GoogleBusiness gut bedient. Je nach Ausrichtung seiner Angebote kann man jedoch auch entsprechende Spezialplattformen auf Tauglichkeit prüfen. Für medizinische Dienste bietet sich Jameda an. Für die Vermietung von Ferienobjekten eher Airbnb oder FEWO DIREKT. In Nischen ist die genaue Kenntnis der Zielgruppe und die Touchpoints, an denen man sie erreicht, ohnehin notwendig für eine gezielte Ansprache. Das dürfte also dahingehend keine zusätzliche strategische Herausforderung für Betreiber darstellen. Der Wermutstropfen: Jedes Suchsystem basiert auf einem anderen Algorithmus. Bekanntes Beispiel, der Algorithmus von Amazon. Er bezieht neben Keywords vor allem Sales und Conversion Rates in seine Berechnung mit ein. Lästig, aber daher notwendig: eine Recherche zum Algorithmus für jedes Suchsystem und eine Anpassung der Strategie falls erforderlich.

 

Sie planen den Einsatz alternativer Suchsysteme in Ihrem Marketing Mix? Die Digital Marketing Experten von ARITHNEA unterstützen Sie gern bei der Entwicklung einer passenden Strategie.

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