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Google Bildersuche Screenshot "ARITHNEA CRM"

Die neue Google-Bildersuche: Was Sie für Ihre Website jetzt beachten müssen!

Seit Februar 2017 ist die neue Google-Bildersuche aktiv und schlägt hohe Wellen in der Webcommunity: Was vor allem Fotografen, Grafikern, Bildagenturen und Seitenbetreibern aufstößt, ist die neue Anzeige der Bildergebnisse. Bisher konnten Nutzer die Bilder nur in der sogenannten Thumbnail-Ansicht­­ ­ – also als Miniaturbilder der Originale – betrachten. Durch die neue Darstellungsweise sieht der Nutzer das gesuchte Bild direkt in der Originalversion und gelangt erst durch Klicken, auf den “Seite besuchen”-Button bzw. auf das Blow-up, auf die Quellseite des Bildes. Der Unmut der Urheber ist verständlich. Denn jetzt ist für Google-Nutzer kaum erkenntlich, woher ein Bild stammt und ob es urheberrechtlich geschützt ist.

 

Der Nutzer im Fokus von Google?

 

Der Nutzer profitiert, denn er findet bei seiner Google-Suche eine ansehnliche Bildergalerie vor und kann Einzelbilder direkt von dort in der höchsten Auflösung abspeichern. Der neueste Google-Coup spart ihm Zeit – schließlich muss er einmal weniger klicken, um zum Originalbild zu gelangen. Seine User erhalten zudem weitere Empfehlungen, die als „Ähnliche Bilder“ angezeigt werden. Google erweitert so sein Angebot und sorgt damit für eine längere Verweildauer auf seiner Plattform.

 

Die Seitenbetreiber müssen aufgrund der neuen Google-Bildersuche einiges an „Verlusten hinnehmen“. Ihnen geht Traffic und damit bares Geld verloren. Sie müssen auf Umsätze aus Banner-Impressions verzichten und einen signifikanten Abfall von Usern um bis zu 80 Prozent auf ihrer Website hinnehmen. Der zweite „Verlierer“ ist der Urheber, denn er hat noch weniger inhaltliche und ästhetische Kontrolle über seine Werke als bisher schon.

Beispiel-Grafik Sitzungen

Was besagt das Urheberrecht?

 

Stellt sich die Frage: Begeht Google hier eine Urheberrechtsverletzung oder gar Datenklau? Die aktuelle Rechtsprechung ist nicht eindeutig. Es gibt Urteile, mit denen Google seine Entscheidung, eine neue Bildersuche einzuführen, stützen möchte: Zum einen hat der BGH die Thumbnail-Ansicht der bisherigen Google-Bildvorschau als rechtens erklärt. Demnach gilt die Veröffentlichung von Bildern im Netz – ohne den Schutz vor Suchmaschinenzugriffen – als stille Einwilligung der Urheber gegenüber Google. Zudem gibt es „artverwandte“ Urteile: Eines erlaubt, Youtube-Videos mithilfe von Framing auf anderen Webseiten einzubinden. Doch die Eins-zu-eins-Adaption für Bilder dürfte schwierig werden. Denn der Vergleich hinkt: Die Videourheber treten ihre Lizenzen beim Upload an Youtube ab. Zudem generieren die Videos durch Werbung im Bewegtbild Umsätze für die Urheber – unabhängig von der Plattform. Das trifft auf die Bilder einer Website nicht so ohne Weiteres zu. Hier darf man also gespannt sein, wie deutsche Gerichte den Sachverhalt klären werden.

 

Lohnt die Suchmaschinenoptimierung für Bilder dann überhaupt noch?

 

Die Situation für Seitenbetreiber, die SEO für ihre Bilder betrieben und Nutzer über die Bildersuche auf Ihre Seiten geleitet haben, ist aktuell schwierig. Während sie auf Entscheidungen der Gerichte warten, müssen sie sich der Marktmacht von Google beugen. Es gibt zwar die Möglichkeit, den Google-Bot durch die Robots-Datei auszusperren und zu verhindern, dass die Bilder in der neuen Google-Bildersuche auftauchen. Allerdings verzichtet man so gänzlich auf den Traffic aus der Bildersuche von Google und riskiert ein Absinken im Index. Allein deshalb sollte Suchmaschinen­optimierung für Bilder Bestandteil einer umfangreichen SEO-Strategie sein und bleiben. Sowohl die barrierefreie Umsetzung mit erklärenden “alt-Attributen” als auch die saubere Benennung der Dateien gehören weiterhin zu den Rankingfaktoren bei Google. Das gilt nicht nur für Bilder, sondern für den gesamten Content der Website.

 

Lösungsansatz für ein komplexes Problem

 

Bleibt zu hoffen, dass sich ein Weg finden lässt, der Google, User, Urheber und Seitenbetreiber gleichermaßen zufriedenstellt. Eine Möglichkeit wäre, das Herunterladen von Bildern über die Google-Bildersuche zu unterbinden. So müssten Nutzer für das Beziehen eines Bildes seine Quellseite besuchen – wie es vor dem Update der Bildersuche auch der Fall war.

 

Sie möchten nicht auf bisherigen Traffic verzichten und sehen für Ihren Webauftritt Handlungsbedarf? Unsere SEO-Experten beraten Sie gern und helfen Ihnen, richtig auf die neue Google-Bildersuche zu reagieren.

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