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ibi Research Studie:

B2B-E-Commerce 2025 (Zwischenergebnis)

Wie sieht der E-Commerce zwischen Unternehmen im Jahr 2025 aus? Dieser Frage und vielen anderen zum Thema geht eine aktuelle Studie nach, die das ibi research Team der Universität Regensburg im Mai 2018 durchgeführt hat. Für die Studie wurden Daten über Multiplikatoren wie zum Beispiel IHKs und Verbände sowie den ibi-Expertenverteiler erhoben. So konnte untersucht werden, welche Bedeutung Online-Shops und Marktplätze bereits beim Ein- und Verkauf spielen. Die Befragung beleuchtet zudem das Informationsverhalten von Unternehmen beim Online-Einkauf, die Relevanz einzelner Funktionen von Online-Shops und Marktplätzen sowie die Zahlungsmethoden und -prozesse im B2B-E-Commerce. Im Rahmen des ibi Forums am 15. Mai in Frankfurt wurde ein erstes Zwischenergebnis der Studie vorgestellt und in einer Q&A Expertensession diskutiert. Die ersten Ergebnisse hier im Schnellüberblick.

 

Einkauf bei B2B-Unternehmen: Shops und klassische Bestellungen dominieren

 

Mit 48 Prozent nutzt das Gros der Einkäufer bei B2B-Unternehmen digitale Bestellwege wie Webseiten bzw. Online-Shops, wenn bereits eine Kundenbeziehung mit ihrem Lieferanten besteht. Erstaunlich ist, dass der physische Bestellweg direkt dahinter folgt. Moderne Lösungen wie Lieferanten-Apps und E-Procurement-Systeme scheinen im B2B-Einkauf noch nicht die große Relevanz zu haben. Einkäufer greifen da schon eher mal zum Hörer oder vereinbaren einen Termin mit dem Außendienst ihrer Lieferanten.

Bestellungen B2B über Online-Shops und klassische Bestellungen dominieren den heutigen Einkauf

Wo bzw. wie kauft Ihr Unternehmen in der Regel ein? (Mehrfachauswahl möglich)

Verkauf im B2B-Bereich: Shopsysteme sind im Kommen

 

Zahlreiche Unternehmen nutzen für die Abwicklung ihrer Geschäfte im Verkauf nach wie vor Fax, Brief & Co. Parallel arbeiten 59 Prozent der B2B-Unternehmen jedoch auch schon mit Shopsystemen, die auf ihre Bedürfnisse angepasst sind. B2B-Marktplätze wie Amazon Business, Mercateo oder Alibaba rangieren bei der Befragung im hinteren Feld. Digitale Plattformen und Shops sind zwar im Kommen, aber noch längst nicht etabliert.

Im Verkauf werden schriftliche Bestellungen und Shop-Systeme mittlerweile gleich häufig eingesetzt

Welche Lösung nutzt Ihr Unternehmen für den Verkauf? (Mehrfachauswahl möglich)

Ausblick in die Zukunft des B2B-E-Commerce: Es wird zunehmend digitaler

 

In den kommenden Jahren ist ein verstärkter B2B-Ein- und Verkauf über Online-Shops und Marktplätze zu erwarten. Denn viele Einkäufer schätzen Komfort und Schnelligkeit, die sie aus dem Consumer-Bereich bereits kennen und gewohnt sind (Bsp. Einkauf bei Amazon oder Google Shopping). Der B2C-E-Commerce „färbt“ also ab. Aber nicht eins zu eins: Der B2B-Einkäufer ist zwar auch Konsument, kauft aber immer noch für sein Unternehmen ein. Da hat er andere Erwartungen, mit denen sich B2B-Unternehmen genau auseinandersetzen sollten.

„Es ist abzusehen, dass klassische Vertriebswege an Relevanz verlieren werden. Komplett verschwinden werden sie aber sicher nicht. Plattformen sind für viele Akteure eine sehr attraktive Alternative. Das sollten Unternehmen, die auch 2025 im B2B-Commerce tonangebend sein wollen im Hinterkopf haben. Entsprechend macht es jetzt Sinn, das eigene Geschäfts- bzw. Vertriebsmodell im Kontext der Digitalisierung neu zu durchdenken.“

 

— Dr. Georg Wittmann, Research Director, ibi research an der Universität Regensburg GmbH

Unternehmen erwarten automatisierten B2B-E-Commerce auf Basis von IoT

 

Viele der befragten Experten in der Studie rechnen mit der Automatisierung ihrer Bestellprozesse auf Basis von IoT-Anwendungen. Dafür müssen Unternehmen innovative Services entwickeln, die Konnektivität ihrer Maschinen gewährleisten und zentrale Datenplattformen für Analyse, Steuerung und Abrechnung einführen. Die Offenheit der Innovation gegenüber zeigt jedoch, dass die Befragten der Automation im Einkauf weitgehend positiv gegenüberstehen.

In Zukunft ist davon auszugehen, dass –  je nach Geschäftsvorfall – Bestellungen verstärkt automatisiert erfolgen.

Wie hoch sehen Sie in den nächsten drei Jahren die Wahrscheinlichkeit, dass Produkte (halb-) automatisiert via „Internet of Things“ nachbestellt werden?

Diskussion der Zwischenergebnisse auf dem ibi Forum im Mai

 

Angeregt besprochen wurden die ersten Ergebnisse der Studie auf dem ibi Forum in Frankfurt am Main im Rahmen einer Experten-Session. Worüber Johannes F. Sutter von SIX Payment Services, Stephan Vila vom Verband der Vereine Creditform e. V. und Michael Freund, Director Sales bei ARITHNEA mit Moderator Prof. Dr. Hans-Gert Penzel von ibi research diskutiert haben, sehen Sie hier im Video.

Neue Geschäftsmodelle bedeuten natürlich auch neue Bezahlmodelle. Wie stehen die Befragten der „B2B-E-Commerce 2025“-Studie dazu? Welche Hemmnisse sehen B2B-Unternehmen bei der Einführung innovativer Technologien? Und inwieweit sind andere Fachabteilungen in Ein- und Verkaufsprozesse eingebunden? Diese und weitere Fragen zum Thema erfahren Sie aus der aktuellen Studie von ibi research, die Sie demächst hier erhalten.

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