Blog

Was die Digitalisierung von Content-Management-Systemen verlangt

Was die Digitalisierung von Content-Management-Systemen verlangt

Der Artikel von Monika Schütz und Roland Wandl in der t3n vom 28. April 2018 hat eingeschlagen. Weil der Gastbeitrag bei t3n-Lesern eine außergewöhnlich hohe Resonanz bekommen hat, haben wir die wichtigsten Aspekte zu diesem Thema hier noch einmal für Sie zusammengefasst.

Die Aktualität ist unbestreitbar: In Zeiten der Digitalisierung kommen klassische Content-Management-Systeme an ihre Grenzen. Die Zahl der zu bespielenden Touchpoints hat sich deutlich erhöht, ebenso die Erwartungen der Nutzer an die Customer Experience. Um diesen gerecht zu werden, müssen CMS flexibler und agiler werden. Monika Schütz, Head of Web Experience Management, und Roland Wandl, Senior E-Business Consultant und Team Manager Web Experience Management, wissen, wie man ein klassisches CMS zu einer Digital-Experience-Plattform macht.

Zeit und Geld sparen mit der Cloud

 

Gerade bei deutschen Unternehmen herrschte wegen Sicherheitsbedenken zunächst eine große Skepsis gegenüber der Cloud. Immer mehr Anbieter hosten jedoch ihre Cloud-Lösungen in europäischen Rechenzentren, die dem EU-Recht unterliegen. Das macht die Nutzung der Angebote attraktiver.

Vorteile hinsichtlich Kosten, Geschwindigkeit und Aufwand:

 

• Updates und neue Funktionen können schneller bereitgestellt werden

• Keine personellen Ressourcen oder eigene Infrastruktur für Wartung nötig

• Kapazitäten können schnell, flexibel und kostengünstig angepasst werden

Wichtig ist bei Cloud-Lösungen, dass der Kunde dennoch individuelle Anpassungen vornehmen kann. Dafür muss der Hersteller standardisierte Schnittstellen für Entwicklungspartner zur Verfügung stellen. Auch muss es möglich sein, unternehmenskritische Software, die nicht in der Cloud betrieben wird, anzubinden oder zu integrieren. So genannte Hybrid Clouds ermöglichen hierfür eine Mischform aus Public und Private Cloud.

Flexibler und schneller dank Microservices-Architekturen

Dezentrale Systeme

Microservices-Architekturen zerlegen Anwendungen in einzelne, entkoppelte Services, die unabhängig voneinander lauffähig sind. Damit brechen sie die starren Software-Monolithen der Vergangenheit auf.

+

Die Vorteile von Microservices:

  • Mehrere Teams können parallel arbeiten
  • Entkoppelte Services können einzeln ausgerollt werden
  • Schnellere Releases möglich

Headless statt Brainless

Auch ist es in diesen Architekturen möglich den sogenannten „Headless“-Ansatz zu realisieren. Dabei sind Frontend und Backend voneinander losgelöst.

+

Die Vorteile des „Headless-Ansatzes“:

  • CMS-Inhalte werden formatneutral für verschiedene Systeme bereitgestellt
  • Standardschnittstelle erlaubt Mehrfachnutzung von Inhalten ohne Mehrfachproduktion oder mehrfache Pflege
  • Ein Inhalt kann ohne zusätzlichen Aufwand auf diversen Kanälen gespielt werden

Cloud und Microservices in Kombination

Um den optimalen Nutzen aus Microservices-Architekturen zu ziehen, ist ein Cloud-basiertes CMS die beste Option.

+

Vorteile in Kombination mit der Cloud:

  • Aktualisierte Services stehen schneller zur Verfügung
  • Bessere Skalierung möglich: Nur Kapazitäten für betroffene Services erhöhen, und nicht für die ganze Anwendung
  • Diverse Ausfallsicherheitsszenarien
Resultat:

Das CMS liefert seinen Content „as a Service“. Neue Touchpoints können erheblich schneller und mit weniger Aufwand mit Inhalten bespielt werden. Gleichzeitig existiert eine „Single Version of Truth“ des Contents für sämtliche Ausgabekanäle, so dass inhaltliche Fehler ausgeschlossen sind.

„Content as a Service“ vernetzt Hersteller und Händler

 

Mit „Content as a Service“ kann die Zusammenarbeit zwischen Hersteller und Händler deutlich verbessert werden. Damit kann der Hersteller den angebundenen Shops der Händler produktbezogenen Content zur Verfügung stellen. Die Händler wiederum haben umfassende Informationen um die Produkte anzubieten.

 

  • Der Hersteller kann sicherstellen, dass die Informationen jederzeit korrekt sind und dem eigenen Storytelling entsprechen
  • Der Händler wiederum muss keine eigenen Inhalte für die Produkte erstellen
  • Der Hersteller kann durch Auswertungen der Zugriffe im „Content as a Service“-System wertvolle Informationen über die Nutzung und Akzeptanz seiner Inhalte zu gewinnen

Künstliche Intelligenz für maßgeschneiderten Content

Für die perfekte Customer Journey müssen Inhalte kundenzentriert und personalisiert an diversen Touchpoints ausgespielt werden – dafür ist es essentiell seine Kunden genau zu kennen und in Echtzeit zu reagieren. Das ist manuell nicht umsetzbar. Für die automatisierte Aggregation, Analyse und Anwendung von Kundendaten benötigt ein CMS künstliche Intelligenz auf Basis von Machine Learning. Die Algorithmen können dann in Echtzeit Kundenprofile anlegen und pflegen und basierend auf dem Klickverhalten „maßgeschneiderten“ Content ausspielen.

Zu beachten ist dabei:

 

  • CMS-Anbindung an Web-Tracking oder Social-Media-Monitoring-Tools muss einfach möglich sein
  • Newsletter-Funktionalitäten müssen angebunden oder als Bestandteil des CMS angelegt werden können
  • Kunden-Informationen aus Systemen, die nicht als Ausgabekanäle fungieren, sollten miteinbezogen werden können (z.B. Produktinformations- und Customer-Relationship-Management-Systeme)

 

So kann man Klickverhalten nachvollziehen und Navigation und Inhalte ohne doppelte Datenpflege darauf abstimmen.

Usability für Effizienz und Nachhaltigkeit

 

Zusätzlich zu der kundenorientierten Ausrichtung der modernen Content-Management-Systeme muss auch die Bedienbarkeit im Fokus stehen. Leichte Bedienbarkeit, große Agilität und hohe Geschwindigkeit sind entscheidend, um die unternehmensinternen Nutzer bestmöglich in Ihrer Arbeit zu unterstützen. Dazu kommt die „Software Developer Experience“, denn auch das beste CMS kann nicht bestehen, wenn Entwickler damit nicht problemlos arbeiten bzw. es erweitern können. Um auch für Implementierungspartner der Unternehmen optimal nutzbar zu sein, sollte ein CMS State-of-the-Art-Technologien bieten. Dazu zählen etwa die Unterstützung von verteilter Entwicklung, moderne Methoden wie Continuous Delivery und standardisierte Schnittstellen wie eine REST-API. Wichtig ist außerdem, dass ein CMS auf technologischen Standards wie Java oder PHP aufsetzt und gängige Frameworks und Libraries unterstützt.

Unsere Autoren

Monika Schütz ist Head of Web Experience Management beim Digital-Business-Experten ARITHNEA

Autorin Monika Schütz ist Head of Web Experience Management

Roland Wandl ist Senior E-Business Consultant und Team Manager Web Experience Management beim Digital-Business-Experten ARITHNEA

Autor Roland Wandl ist Senior E-Business Consultant und Team Manager Web Experience Management

Den vollständigen Artikel finden Sie auf der Homepage der t3n. Gerne stehen unsere Experten Ihnen aber auch für direkte Rückfragen und fachliche Diskussionen zur Verfügung.

SPRECHEN SIE UNS AN

Diese Website nutzt Cookies, um Ihnen bestmögliche Funktionalitäten bieten zu können. Durch die weitere Nutzung der Seite stimmen Sie der Verwendung zu. Weitere Informationen finden Sie in unserer Datenschutzerklärung.

Die Cookie-Einstellungen auf dieser Website sind auf "Cookies zulassen" eingestellt, um das beste Surferlebnis zu ermöglichen. Wenn du diese Website ohne Änderung der Cookie-Einstellungen verwendest oder auf "Akzeptieren" klickst, erklärst du sich damit einverstanden.

Schließen