Kompatibilitätsmatrix
Die BMW Group verwendet intern eine Kompatibilitätsmatrix, die aufzeigt, welche Funktionen von verschiedenen Mobiltelefonen über die Infotainment-Ausstattung verschiedener BMW-Typen genutzt werden können.
Diese scheinbar triviale Abfrage gewinnt durch folgende Umstände an Komplexität:
- In den BMW-Fahrzeugen sind sog. Steuergeräte verbaut, mit denen die Mobiltelefone zusammenarbeiten. Diese Steuergeräte sind einer permanenten Weiterentwicklung unterworfen, so dass letztlich das Baujahr und die Baureihe des Fahrzeugs berücksichtigt werden müssen.
- Zu jedem Handy erscheinen regelmäßig neue Firmwareversionen mit unmittelbarer Auswirkung auf die Zusammenarbeit mit dem Steuergerät des PKWs.
- In den unterschiedlichen Märkten existieren Mobiltelefone, die in Europa nicht verfügbar sind.
- Die Telekommunikationsunternehmen bieten in den unterschiedlichen Ländern unterschiedliche Telekommunikations- und Datendienste an, die berücksichtigt werden müssen.
- Neben Handys werden auch digitale Organizer und MP3-Player in die Prozesse mit einbezogen.
Die existierenden Prozesse,
- um auf technischer Ebene alle relevanten Kombinationen aus Mobile Device, Steuergerät, Markt und Telefongesellschaft zu testen,
- um diese Testergebnisse zu dokumentieren und zentral zu verwalten und
- um diese Informationen so aufzubereiten, dass sie in allen Märkten und für alle BMW-Marken (BMW, Mini u. Rolls-Royce) eindeutig und verständlich kommuniziert werden
konnten das permanent steigende Datenmaterial nicht mehr effektiv und kostengünstig bewältigen.
Resultierend aus dieser Situation sollten mit der Kompatibilitätsmatrix
- die bestehenden Prozesse so verändert werden, dass technische Tests effektiv durchgeführt werden können und der Dokumentationsaufwand auf ein Minimum reduziert wird.
- Testteams an weltweit verteilten Standorten zusammenarbeiten können.
- basierend auf den erzeugten Daten kundenverständliche, dem Markenverständnis entsprechende und den internationalen Märkten angepasste Materialien generiert werden.
